Rückschau auf unsere Kinderbibeltage

April 2017

Ein Leben für Gott – oder die Geschichte des RoKiTreffs

Am Donnerstag, 20. April, luden wir zu einem Informationsabend mit Hans-Jürgen Braun ein. Er nennt diesen Abend gerne „Talk mit Hans“ - und genauso war dieser Abend dann auch gestaltet – mit Fragen und Antworten – als eine Art Interview. Fragen aus dem Publikum waren auch immer willkommen.


Beeindruckend ist vor allem die Geschichte dieses Projektes: „Kindermission Siegerland“. Sie ergab sich aus einer Reihe von Zufällen – oder wie wir Christen natürlich sagen: Aus einer Reihe von Fügungen.

Hans-Jürgen Braun ist gelernter Schlosser und verdiente sein Geld in entsprechenden Arbeitsverhältnissen in Industrie und Gewerbe. Mit 17 Jahren hatte er sein Leben Gott übergeben und wollte sich für die Sache Gottes einsetzen. So brachte er sich vor Ort in die Kinder- und Jungschararbeit ein. Wahrscheinlich legte er damals schon eine große Begabung für diesen Arbeitsbereich an den Tag. Jedenfalls war er bald nicht mehr aus dieser Arbeit wegzudenken und wurde auch bald als Beauftragter für die Kinder- und Jungschararbeit in überregionale Gremien entsandt worden.

Sehr früh hatte er geheiratet. Als die ersten drei Kinder da waren, unternahm er und seine Familie das erste große Wagnis: Eine berufliche Auszeit von drei Jahren für eine dreijährige Bibelschulen-Ausbildung. Aber nicht, weil er hauptberuflich als Missionar tätig sein wollte, sondern für seine damalige ehrenamtliche Tätigkeit besser fundiert zu sein. An einen „RoKiTreff“ dachte er noch lange nicht. Diese Idee kam ihm erst während der Bibelschule. Er machte alle seine Praxis-Einsätze in der Zeltmission - und ihn brannte das Herz, dass nicht alle Kinder zur Zeltmission gebracht wurden. Da kam ihm die Idee, er soll doch ein Fahrzeug haben, um Kinderstunden in den Straßen abzuhalten. Auch jetzt dachte er noch lange nicht an eine hauptberufliche Tätigkeit als Missionar. Da lief ihm eines Tages ein ausrangiertes Bank-Fahrzeug über den Weg. So eine fahrbare Bankfiliale, die übers Land fährt und stundenweise ihre Dienste vor Ort anbietet. Das kaufte er dann und begann zwei bis drei Mal die Woche nach der Arbeit am Nachmittag Kinderstunden in den Straßen abzuhalten. So hatte er es sich vorgestellt.

Aber dann interessierte sich eines Tages ein Redakteur von Idea Spektrum für diese Arbeit und begleitete ihn bei seinen Einsätzen. Auf einer ganzen Seite in Idea wurde von seiner Arbeit berichtet – mit der Folge, dass er viele Anfragen bekam. Ob er mit seinen fahrenden Kinderstunden nicht auch einmal hier und da Station machen könnte. Diesen Anfragen kam er dann in seiner Freizeit nach, sprich: Er nahm sich Urlaub. Und weil es viele Anfragen waren, nahm er sich auch unbezahlten Sonderurlaub. Aber das war auf Dauer keine Lösung. Irgendwann war dann die Idee geboren, diese Kindermission doch vollzeitlich zu machen. Einige Freunde versprachen, mitzuhelfen und so gründete sich ein Freundeskreis für eine Kindermission Siegerland e. V., bei der dann Hans-Jürgen Braun hauptamtlich mit ordent-lichem Arbeitsvertrag angestellt wurde. Spannend und immer wieder beglückend war es nun, wie das Geld, das gebraucht wurde, immer wieder da war. Durch Spenden. Schon für den Startschuss hatten sie sich vorgenommen: „Wenn so-und-so-viel Geld zusammen ist, beginnen wir.“ Ähnlich ging es mit dem Bau und Kauf des jetzigen Aufsetzers. Die gleiche Erfahrung hatte Familie Braun auch schon während der Bibelschul-Zeit gemacht. Mit keinem Pfennig Geld hatten sie doch immer das Geld gehabt, das sie gebraucht hatten. Es kam immer irgendwo her. - Für uns alle ist das natürlich ein beeindruckendes und faszinierendes Beispiel dafür, wie Gott Menschen führt, Schritt für Schritt, ohne gleich mit der Türe ins Haus zu fallen. Sondern eine gewachsene Entwicklung hin zu diesem segensreichen Projekt. Oder mit anderen Worten: Für uns in Laufen waren das sehr beeindruckende Tage.

 

Erster Kinderbibel-Vormittag am Mittwoch, den 19. April 2017

„Nein, wir werden jetzt nicht losfahren“, so versichert Hans-Jürgen Braun alias Martin Luther den Kindern, nachdem der RoKiTreff gestartet war, „wir bleiben hier vor dem Gemeindehaus stehen - jedenfalls, so lange wir hier RoKiTreff haben - und so lange ihr Kinder hier im Truck sitzt!“. Am Mittwoch nach Ostern war es soweit. Lange angekündigt. Mit entsprechenden Vorbereitungen konnte das gute Projekt jetzt starten. Mit voller Technik: Beamer, Verstärker, mit Tablett als Notizblock - und v. a. mit einer sehr lebendigen Art und Weise - erzählte der sehr erfahrene Kinderdiakon aus dem Leben Martin Luthers unter der Überschrift: „Ein Mann, ein Buch und eine gute Nachricht“. An diesem ersten Tag ging es vornehmlich aus seiner Kindheit und aus seinen Studienjahren bis zum Klostereintritt. In einem guten Wechsel mit Spiel, Spaß und Gesang lud Hans-Jürgen Braun die Kinder zu einer entsprechenden „Zeitreise“ in die Zeit von vor 500 Jahren ein.

Umrahmt wurde das besondere Programm im „RoKi-Treff“-Truck von einem Vor- und Nachprogramm, das die Mädchenjungschar unter Anleitung von Maite Schweizer souverän meisterte. Ein besonderer Dank gilt auch dem hauswirtschaftlichem Helferinnen-Team, das eine entsprechende Zwischenmahlzeit in sehr schöner Weise vorbereitete.

 

 

März 2015

Am 29. März 2015 war es wieder soweit, der Kinderbibelnachmittag stand unter dem Motto:

Schilfmeer-Wunder beim Kinderbibelnachmittag - Wie man Vertrauen zu Gott lernte.

Der Auszug durch Ägypten/Durch das Rote Meer

Mose führte sein Volk aus Ägypten nach Kanaan.
Drei Tage waren die Israeliten unterwegs-da kamen sie an das Rote Meer.
Hinter ihnen kamen die Ägypter.
Vor Ihnen das Meer, hinter ihnen die Ägypter, da schrien sie "Du bist an allem Schuld" - doch Mose rief: "Habt keine Angst".
Da kam ein starker Wind auf. Ein Weg tat sich vor Ihnen auf, mitten im Meer!
Mose ging hinein in das Meer und alle Israeliten folgten ihm.
Auch die Ägyptger folgten den Isreliten.
Als die Israeliten die andere Seite erreicht hatten, schloss sich das Meer - und alle Ägypter ertranken.

Kinderbibel-Vormittag zu Daniel mit viel Spaß und Freude

Am letzten Samstag vor den Schulferien waren bei uns in unserem evangelischen Gemeindezentrum die Löwen los! Die Konfirmandinnen und Konfirmanden präsentierten den Kindern ein ansprechendes Anspiel zu dem Abenteuer, das der Profet Daniel in der Löwengrube erleben musste, und seine wunderbare Rettung. Neben dem Singen, dem Basteln der Löwenmasken und den Wettkampfspielen kam die Verköstigung auch nicht zu kurz.